Donnerstag, 31. März 2011

Feierliche Profess

Bei den Benediktinern in Clear Creek hat am 25. März 2011 ein Mönch seine feierliche Profess abgelegt.

Feierliche Profess gemäss dem Ritus von 1962

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Die Mahlzeit, 3

Aus dem Gebräuchebuch der Zisterzienser aus den 12. Jahrhundert.

Kapitel 76. Die Mahlzeit   -  Fortsetzung

  38. Wenn jemand von den Brüdern beim Essen oder einer der Diener einen Fehler begeht, vollzieht er vor der Stufe eine venia (eine Buße, er wirft sich nieder).
  39. Wenn der Prior mit dem Messer ein hörbares Zeichen gegeben hat, erhebt er sich, verneigt sich und geht an seinen Platz zurück.
  40. Wenn die Teller weggetragen wurden, sammelt der Koch die Löffel zuerst auf der rechten Seite ein, beginnend beim Prior,
  41. dann auf der linken Seite, beginnend neben dem Prior.
  42. Wenn der Prior die Lesung beenden will, spricht er zum Tischdiener TU AUTEM.
  43. Wenn DEO GRATIAS geantwortet wurde, decken sie den Rest des Brotes zu.
  44. Wenn der Tischleser sich verneigt hat, läutet der Prior die Glocke, und gleich erheben sich die Brüder und stellen sich vor die Tische, in derselben Ordnung, in der sie vor der Mahlzeit standen. Sie singen den Vers, den der Kantor anstimmt, wenn das Läuten der Glocke endet.
  45. Danach verneigen sie sich und gehen hinaus, wobei MISERERE MEI DEUS gesungen wird.
  46. Der Kantor stimmt den Psalm an. Mit ihm singen die Brüder, die in der Kirche auf der rechten Chorseite stehen.
  47. Den zweiten Vers singt die linke Chorseite.
  48. So singen sie abwechselnd und gehen zu zwei und zwei, wobei die Jüngeren vorangehen, so dass der Prior oder derjenige, der den Konvent anführt, allein zwischen den beiden Chören folgt.
  49. Wenn ein Abt anwesend ist, geht der Prior mit einem Begleiter, der Abt aber allein.
  50. Wenn zwei Äbte anwesend sind, gehen sie gemeinsam.
  51. Wenn die Brüder die Kirche betreten, läutet derjenige, der als erster von den Klerikern den Chor betritt, mit der Glocke, wenn er dies angemessen tun kann.
  52. Sie betreten den Chor und stellen sich so wie zur Messe zum Altar gewendet, bis zum GLORIA PATRI; dann knien sie sich über die formae gebeugt,
  53. oder wenn es der Zeit entsprechend zu tun ist, verneigen sie sich; dann verneigen sie sich und stützen sich auf die Miserikordien.
  54. Nach der Danksagung erheben sie sich, verneigen sich und gehen hinaus, jedoch mit Ehrfurcht.
(aus: Gebräuchebuch der Zisterzienser aus dem 12. Jh., S. 297ff)




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Donnerstag nach dem 3. Fastensonntag

Tagesgebet
Es verherrliche dich, o Gott, 
das Gedenkfest der Beseligung deiner Heiligen Cosmas und Damian, 
bei der du ihnen die ewige Glorie, 
uns aber in unaussprechlicher Vorsehung Hilfe gewährt hast:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche St. Cosmas und Damian
Statio ad Ss. Cosmam et Damianum

Titelkirche von Giovanni Cardinal Cheli, 1998

Mit dem Patronat der Ärzte und Brüder Cosmas und Damian wurde versucht, alte heidnische Kulte  zu verdrängen und in das Christentum zu überführen.

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Mittwoch, 30. März 2011

Die Mahlzeit, 2

Aus dem Gebräuchebuch der Zisterzienser aus den 12. Jahrhundert.

Refektorium der Trappisten von Mariawald, ca 1960.  -  Unter Beibehaltung
von nur noch wenigen Tischen hat sich bis heute kaum etwas verändert.

Kapitel 76. Die Mahlzeit  -  Fortsetzung

  15. Der Cellerar und die Köche sorgen dafür, dass sie beide Speisen auf die Tische stellen, bevor die Glocke geläutet wird, doch nur, wenn der Abt es für gut hält.
  16. Wenn das Läuten der Glocke beginnt und noch etwas von den Speisen hinzustellen ist, wird es nicht hingestellt, bis der Tischleser zu lesen beginnt.
  17. Wenn der Tischleser zu lesen beginnt und noch eine Speise vollständig auf die Tische zu verteilen ist, wird dies der Ordnung nach gemacht, und zwar so, dass zuerst zwei Teller hingestellt werden, nämlich einer für den Prior oder den Abt, wenn er anwesend ist,
  18. und dann drei für die Verstorbenen.
  19. Dann werden zwei auf die rechte und zwei auf die linke Seite gestellt, und so weiter je zwei auf jeder Seite bis zum Ende.
  20. Wenn das gemeinsame Essen also gebracht worden ist und der Cellerar aus Barmherzigkeit denen, die der Abt ihm genannt hat, etwas dazugeben will, bringt er es ihnen selbst und verteilt es nach seinem Ermessen.
  21. Dies macht er auch für die zur Ader gelassenen Brüder.
  22. Wenn die Lesung begonnen hat, decken die Brüder die Brote auf, wobei der Prior dies zuerst tut.
  23. Hierauf verlässt niemand das Refektorium.
  24. Niemand geht während der Mahlzeit herum.
  25. Niemand wäscht hier seinen Krug mit der Hand, sondern wer will spült ihn aus.
  26. Niemand trocknet seine Hände oder sein Messer an seiner Serviette, außer wenn er es vorher mit Brot gemacht hat.
  27. Wer Salz haben möchte, nimmt es mit dem Messer.
  28. Wer trinkt, nimmt den Krug in beide Hände.
  29. Wenn jemand sieht, dass einem Bruder etwas fehlt, was er haben muss, erfragt er es    30. Derjenige, der etwas bringt, und der, dem es gebracht wird, verneigen sich voreinander.
  31. Wem der Prior etwas zukommen lässt, der verneigt sich zuerst vor dem, der es ihm bringt, dann erhebt er sich und verneigt sich zum Prior hin.
  32. Vom gemeinsamen Essen teilt niemand etwas mit einem anderen.
  33. Wenn jemand zusätzlich etwas erhält und es ihm nicht vom Prior wegen des Aderlasses oder einer Krankheit gegeben wurde, kann er nur dem rechts oder links neben ihm sitzenden Bruder etwas geben.
  34. Diese dürfen davon aber nichts an andere weitergeben.
  35. Wenn er nur einem etwas gibt, kann jener seinem Nachbarn etwas geben, aber weiter darf es nicht gehen.
  36. Dieses Gesetz der Pitanzen (zusätzliches, stärkeres Gericht) halte der Prior in allem wie die Übrigen.
  37. Die Gäste jedoch geben niemandem von ihrem gemeinsamen Getränk, und niemand erhält davon.
(aus: Gebräuchebuch der Zisterzienser aus dem 12. Jh., S. 297ff)
(wird fortgesetzt) 

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Mittwoch nach dem 3. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr, gib, 
dass wir, geschult in heilsamem Fasten, 
uns auch von schädlichen leidenschaften fern halten 
und so dein Erbarmen leichter erlangen:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche St. Xystos
(San Sisto )
Statio ad S. Xystum


[siehe Cosmas und Damian, morgen]
Giovanni Cardinal Cheli, 1998

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Dienstag, 29. März 2011

Die Mahlzeit, 1

Aus dem Gebräuchebuch der Zisterzienser aus den 12. Jahrhundert.

Wann essen und wie essen wir? Haben wir noch Tischregeln?
Gibt es für uns Ess-sitten?

Die frühen Zisterzienser haben ihr strenges Mönchslebens so strukturiert, dass jeder wusste, wie er sich wann und wo auch immer, zu verhalten hatte. Uns Heutigen ist dies kaum vorstellbar und mit unserem „Sinn für Freiheit“ vielleicht auch nicht vereinbar. Deswegen ist es einmal interessant, sich diese Gebräuche anzusehen; und möglicherweise ist gerade die Fastenzeit dazu angetan, sich diesen Texten zu nähern. –
Wer einmal die Möglichkeit hatte, in einem monastischen Kloster im Refektorium mitzuessen, dem wird manches bekannt vorkommen.

Kapitel 76. Die Mahlzeit

  1. Nach der Hore gibt der Prior oder der, dem er es aufgetragen hat, das Zeichen.
  2. Wenn aus Unachtsamkeit die Speise noch nicht fertig ist, gibt er das Zeichen nicht, bis sie bereit ist. Auch waschen sich die Brüder nicht die Hände, sondern setzen sich inzwischen zur Lesung, bis das Zeichen gegeben wird.
  3. So ähnlich wird es zu allen Mahlzeiten gehalten.
  4. Wenn sie die Hände gewaschen und abgetrocknet haben, betreten sie das Refektorium und stellen sich vor ihre Sitze, wobei sie sich zum Haupttisch hin verneigen.
  5. Dann richten sie sich auf und bleiben so stehen, bis der Prior kommt.
  6.    Wenn sich der Prior oft verspätet, wovor er sich unbedingt hüten muss, kann sich – wer will – inzwischen setzen.
  7. Wenn der Prior dann kommt, erheben sie sich.
  8. Der Prior verneigt sich vor seinem Sitz, bevor er die Glocke läutet.
  9. Sie wird zu beiden Mahlzeiten so lange geläutet, dass der gesamte Psalm MISERERE MEI DEUS gesprochen werden kann.
  10. Während er läutet, verlässt keiner seinen Platz, bis der Vers gesungen wurde.
  11. Wenn das Läuten beendet wurde, singt der Konvent BENEDICITE, und wenn sie nach dem Vers GLORIA PATRI singen, wenden sich die beiden Chorseiten zueinander, singen GLORIA PATRI, KYRIEELEYSON und beten dann still PATER NOSTER.
  12. Wenn der Priester ET NE NOS singt, richtet er sich auf, wendet sich zum Haupttisch und singt OREMUS.
  13. BENEDIC DOMINE DONA TUA und das Übrige, wobei er ein Kreuz macht. So wird der Segen beendet.
  14. Danach richten sich die Brüder auf und setzen sich an die Tische.
(aus: Gebräuchebuch der Zisterzienser aus dem 12. Jh., S. 297ff)
(wird fortgesetzt)



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Dienstag nach dem 3. Fastensonntag

Tagesgebet
Allmächtiger und barmherziger Gott, 
erhöre uns und gewähre uns gnädig 
die Gabe heilsamer Enthaltsamkeit:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche St. Pudentiana
Statio ad S. Pudentianam

Titelkirche von Joachim Cardinal Meisner, 1982

(aus Wikipedia:)
Santa Pudenziana beherbergt ein wertvolles Mosaik in der Apsis, ein Hauptwerk der spätantiken Mosaikkunst. Es stellt den thronenden Christus als lehrenden Philosophen dar in der Form des bärtigen, des sog. „syrischen“ Typs. Neben ihm die Apostelfürsten Paulus und Petrus, bekränzt von Personifikationen der Heiden- (Ecclesia ex gentibus) und der Judenchristenkirche (Ecclesia ex circumcisione). Diese wurden noch in der Spätantike zu Pudentiana und Praxedis umgedeutet. In der Apsis der Basilika Santa Prassede, die nach Aufkommen der Verehrung der beiden Schwestern errichtet wurde, sind beide Frauen jeweils zwischen zwei anderen Heiligen abgebildet und flankieren Christus. Am Himmel sind zuseiten des Gemmenkreuzes die vier Wesen zu sehen: Engel, Löwe, Stier und Adler. Sie tauchen auf in der Prophezeiung des Hesekiel, 1. Kapitel, Vers 10, sowie in der Offenbarung des Johannes. Durch diesen apokalyptischen Bezug erfährt das Mosaik eine eschatologische Deutung, die Christus und seine Apostel als Gerichtstribunal darstellt. Das Mosaik wurde bei der Barockisierung auf allen Seiten beschnitten, es existiert jedoch eine Zeichnung von Alfonso Chacón, die den ursprünglichen Zustand zeigt. Den Engel und den Adler im oberen Bildabschnitt sieht man nur noch zum Teil, unterhalb Christus fand sich noch eine Darstellung der Taube des Heiligen Geistes und des Lamm Gottes.

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Montag, 28. März 2011

Trappistinnen - Priorat Klaarland

Am 19. März 2011 hat die Trappistinnengemeinschaft von Klaarland (Belgien), Schwester Rebekka Willekesals als Titular Priorin für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. Nach Erhalt der Dispens von  Heiligen Stuhl, wird die neue Priorin am 31. März 2011 installiert und beginnt ihr  Aufgabe als Priorin für derzeit zwölf Nonnen.

Mutter Rebekka wurde 1967 geboren, trat im Jahr 2002 in Klaarland ein und legte die feierliche Profess im Jahr 2008 ab. Zuletzt hatt sie das Amt der Novizenmeisterin inne. In ihrem Zivilberuf war M. Rebekka als Ärztin in Utrecht tätig.



Sr. Rebekka, Trappistin, Priorat Klaarland, Foto rkk 2005
Leo Fijen, ein bekannter niederländischer Journalist bei dem Sender RKK, hat 2005 einen Film über Sr. Rebekka in Klaarland gedreht. Hier kann man ihn sich ansehen. Niederländisch.


Webseite des Klosters:     Priorij O.L.Vr. van Klaarland

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Montag nach dem 3. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr:
gieße huldvoll deine Gnade in unsere Herzen, 
damit wir ebenso, wie wir uns von Speisen für den Leib enthalten, 
auch unsere Sinne von verderblicher Ausgelassenheit zurückhalten:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche St. Marcus
Statio ad S. Marcum

Titelkirche von Marco Cardinal Cé,  1979

Das Innere der Kirche wurde 1740 bis 1750 von Filippo Barigioni 
im Barockstil restauriert.

Die Kirche wurde 336 von Papst Marcus gegründet, dann aber zwischen 
828 und 844 unter Papst Gregor IV. umgebaut. 
Beim Bau des Palazzo Venezia im 15. Jahrhundert wurde die Kirche
nochmals wesentlich verändert. Die Renaissance Fassade wurde
wahrscheinlich von Giuliano da Maiano gestaltet. 

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Sonntag, 27. März 2011

Dritter Fastensonntag

OCULI MEI:  Meine Augen schauen immer auf zum Herrn;
er ists, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. 
Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen;
ich bin so einsam und so arm.
Zu dir erhebe ich meine Seele, o Gott;
mein Gott, auf dich vertraue ich; 
drob werd ich nicht erröten.



Tagesgebet
Wir bitten dich, allmächtiger Gott, 
schau auf das Flehen der Demütigen und 
strecke die Rechte deiner Majestät zu unsrem Schutze aus:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sankt Laurentius vor den Mauern
Statio ad S. Laurentium extra muros


Die Kirche Sankt Laurentius vor den Mauern (lat. basilica Sancti Laurentii extra muros, ital. San Lorenzo fuori le mura, auch: San Lorenzo al Verano) ist eine der sieben Pilgerkirchen Roms und eine päpstliche Basilika minor. Heute ist sie dem Kapuzinerorden anvertraut.

Unter einem Baldachin befindet sich der Altar mit einem Schrein, der die Reliquien der Heiligen Laurentius und Stephanus enthält.
Dahinter befinden sich der Sarkophag des Papstes Pius IX.
und die Reliquien aller, die unter dessen Pontifikat
selig- oder heiliggesprochen wurden.

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Samstag, 26. März 2011

Samstag nach dem 2. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr,
gib unserem Fasten heilsamen Erfolg,
auf dass die von uns übernommene Abtötung des Fleisches
sich umsetze in Lebenskraft für unsere Seelen:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche St. Marcellinus und Petrus
Statio ad Ss. Marcellinum et Petrum

Titelkirche von Aloysius Matthew Cardinal Ambrozic, 1998
Die heiligen Marcellinus und Petrus werden in Deutschland verehrt 
in der früheren Abteikirche der Benediktiner.

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Freitag, 25. März 2011

Freitag zur Neunten Stunde

Lass mich allen Brüdern und Schwestern meiner Begegnung geben, 
was du ihnen nach dem Plane deiner Vorsehung 
durch mich geben möchtest.
Lass mich aber auch in Demut und Dankbarkeit 
alles von ihnen annehmen, 
was du in deiner Vatergüte mir durch sie schenken willst.

Kreuz aus der ehem. Kartause Roermond

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Freitag nach dem 2. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, allmächtiger Gott,
gib, dass wir, in heiligem Fasten geläutert, 
durch dich mit reinem Herzen zu den kommenden Festen gelangen dürfen:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sankt Vitalis
Statio ad S. Vitalem
Titelkirche von Adam Joseph Cardinal Maida, seit 1994
Aus der ursprünglichen dreischiffigen Basilika wurde eine Saalkirche mit eingezogener Apsis.

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Donnerstag, 24. März 2011

Donnerstag nach dem 2. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr,
verleihe uns den Beistand deiner Gnade, auf dass wir, 
dem Fasten und Gebet mit gebührendem Eifer obliegend, 
von den Feinden des Leibes und der Seele befreit werden:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche St. Maria jenseits des Tiber
Statio ad S. Mariam trans Tiberium
Titelkirche von Józef Cardinal Glemp, 1983
Die wunderbaren Mosaiken in der Apsis stammen aus dem 12. Jh.
Die Mosaiken am Triumphbogen und im unteren Apsisabschnitt wurden ein Jahrhundert später geschaffen.

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Mittwoch, 23. März 2011

Krieg im Innern der Seele, 2

Zunächst findet die Einflüsterung statt,
dann die Verbindung;
schließlich die Zustimmung,
danach die Gefangenschaft,
dann die Leidenschaft, welche durch Gewohnheit und Dauerhaftigkeit gekennzeichnet ist.
Sieh also den Sieg des wider uns entbrannten Kampfes! 
So wird es nämlich auch von den heiligen Vätern erklärt.

Die Einflüsterung, so sagen sie, besteht in einem bloßen Gedanken oder in einem Bild einer bestimmten Sache, welches im Herzen vielleicht anscheinend neu erzeugt worden ist und dem Geist vor Augen geführt wird. Verbindung aber bedeutet, dass  man sich mit dem Erschienenen unterhält - mit Leidenschaft oder leidenschaftslos.

Zustimmung jedoch liegt dann vor, wenn sich die Seele voller Vergnügen dem Erblickten zuneigt. Gefangenschaft hingegen ist das gewaltsame und unfreiwillige Wegführen des Herzens 
oder das beharrliche Zusammensein mit dem eben Aufgetretenen, 
welches zudem unseren vortrefflichen Zustand verschwinden lässt. 

Als Leidenschaft aber bezeichnen die Väter im eigentlichen Sinn,
was sich lange Zeit in leidenschaftlicher Weise in der Seele einnistet.
Von alledem ist das erste frei von Sünde,
das zweite nicht unbedingt;
beim dritten richtet sich dies nach dem Zustand des Streitenden.
Der Kampf aber ist die Ursache entweder von Kränzen oder von Strafen.
 (Philotheos der Sinaite: Über den Krieg im Innern der Seele)

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Mittwoch nach dem 2. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr,
schau gnädig auf dein Volk, und wie du uns befiehlst, 
Abbruch zu tun in der Nahrung für den Leib, 
so verleihe uns auch die Gnade, von verderblichen Leidenschaften abzulassen:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sankt Caecilia in Trastevere
Statio ad S. Caeciliam
Titelkirche von Carlo Maria Cardinal Martini SJ (seit 1983)
Die heilige Cäcilia, die Schutzheilige der Musik, starb 230 n. Chr. an der Stelle dieser Kirche den Märtyrertod. Nachdem ihre Peiniger es vergeblich versucht hatten, sie durch Verbrühen zu töten, wurde die Heilige enthauptet.

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Dienstag, 22. März 2011

Krieg im Innern der Seele, 1

Unmöglich ist es, dass jemand, der sich bösen Gedanken hingegeben hat,
sich dem inneren Menschen nach von Sünden rein hält.

Und nicht möglich ist es, dass  man, wenn man die bösen Gedanken
nicht mit der Wurzel aus dem Herzen ausreißt,
diese nicht zu bösen Werken werden lässt.

Die Ursache für den ehebrecherischen Blick besteht darin,
dass das innere Auge buhlt und verfinstert wird;
und die Ursache für den Wunsch, Schandbares zu hören,
darin, dass man mit den Ohren der Seele auf die schändlichen Dämonen hört,
welche sich im Innern befinden,
(und man darauf achtet,) was sie zu unserem Schaden zischeln.

Wir müssen uns also im Herrn innerlich und äußerlich reinigen, und ein jeder von uns muss seine Sinne beobachten und sein tägliches Leben von leidenschaftlichen und sündhaften Taten reinigen.
Und ganz so, wie wir ehedem, als wir uns in unserer Unwissenheit in der Eitelkeit unseres Geistes in der Welt aufhielten, mit unserem ganzen Geist und unseren Sinnen der Täuschung der Sünde dienstbar waren, so müssen wir dagegen (jetzt), zum gottgefälligen Leben bekehrt,
mit unserem ganzen Geist und unseren Sinnen dem lebendigen und wahren Gott dienen,
der Gerechtigkeit Gottes und seinem Willen.
 (Philotheos der Sinaite: Über den Krieg im Innern der Seele)

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Dienstag nach dem 2. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr,
vollende in uns gütig deinen Beistand zur Beobachtung der heiligen Fasten,
damit wir das, was wir unter deiner Anregung als Pflicht erkannten,
unter deiner Mitwirkung auch vollbringen:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sankt Balbina
Statio ad S. Balbinam
Titelkirche von Péter Cardinal Erdő, 2003
Das Wappen von Papst Innozenz VIII. auf der Veranda.
Der Mann, der als Innozenz VIII. in die Kirchengeschichte einging, sicherte sich seine Wahl durch die Be- stechung der Kardinäle in der Nacht vor der Entscheidung. Seine Wahl am 29. August 1484 war weitgehend von Simonie bestimmt.

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Montag, 21. März 2011

Montag nach dem 2. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, allmächtiger Gott, 
gib, dass deine Familie, die sich in der Nahrung Abbruch tut, 
um den Leib zu züchtigen, 
auch von Sündenschuld sich enthalte, 
um nach Gerechtigkeit zu streben:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sankt Klemens
Statio ad S. Clementem
Titelkirche von Adrianus Johannes Cardinal Simonis, 1985

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Sonntag, 20. März 2011

Kreuzweg

 Kreuzwegandacht

"Braut des Lammes"  hat gestern etwas zum Thema geschrieben unter der Überschrift "Mumble mumble...".
Heute habe ich nachfolgendes gefunden:

 "Was ist der Kreuzweg? 
Im betrachtendem Gebet folgt man der Passion des Herrn, indem man den Stationsbildern oder -kreuzen folgt. Nicht notwendig sind Kniebeugungen oder mündliche Gebete. Es kommt der Kirche auf die betrachtende Schau an, die innerliche Erwägung des Leidens Christi. Die Päpste haben diese heilige Übung mit großen Ablässen ausgezeichnet. Besonders die fastenzeit könnte ein Anlass sein, uns durch diese katholische Andacht mit Christus zu vereinen. (Johannes Paul II. betete nach dem Vorbild vieler Heiliger jeden Tag den Kreuzweg!)."
 aus: Kirchliche Umschau 3,2011,5

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Zweiter Fastensonntag

REMINISCERE:   Herr, denk an deine Güte,
dein Erbarmen, die seit ewig währen;
nie mögen unsre Feinde herrschen über uns.
Befreie uns Gott Israels, aus allen unsren Nöten.
Zu dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott,
auf dich vertraue ich; drob werd ich nicht erröten.
Tagesgebet
Du siehst o Gott, dass jegliche Kraft uns mangelt; 
drum behüte uns innen und außen, 
auf dass unser Leib vor allem Unheil gesichert sei 
und unsre Seele von verkehrten Gedanken gereinigt werde:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Santa maria in Domnica
Statio ad S. Mariam in Domnica
Titelkirche von William Joseph Cardinal Levada, 2006
Ein Vorgänger war Alfredo Cardinal Ottaviani (1953-1967); Kardinalpriester (1967-1979).

Santa Maria in Domnica - auch bekannt als alla Navicella Santa Maria
Das Attribut "in Domnica" wurde unterschiedlich erklärt.  Eine Interpretation ist die Ableitung von dominicum und bedeutet "der Herr", und durch Erweiterung "Kirche".
Eine andere Interpretation verweist auf den Namen der Cyriaca, eine Frau, die in der Nähe wohnte, und deren Name "dem Herrn gehörig" bedeutet.
Das Attribut "alla Navicella" bedeutet "in der Nähe der kleinen Schiffe".

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Samstag, 19. März 2011

Heilige Tücher!?

Mit diesem faszinierenden Thema wurde gestern in Würzburg der Kongress
"Treffpunkt Weltkirche" eröffnet.
Licht lässt das Volto Santo immer mit einem anderen Blick anssehen:   Foto: Paul Badde
Paul Badde, Vatikan- und Rom-Korrespondent der Tageszeitung „Die Welt" hat beim ersten Anschaun des Grabtuches eine ungeheuere Präsenz gespürt. Mit P. Pfeiffer SJ habe er diese überwältigende Erfahrung einer unnachahmlichen Gegenwart geteilt. "Der Glaube kommt vom Hören oder Lesen, aber so wie die Ikonenmaler der orthodoxen Kirche auch Ikonenschreiber genannt werden, können wir in diesem Bild auch die Gegenwart Gottes lesen", so Badde, der Autor des Buches „Das Grabtuch von Turin oder: Das Geheimnis der heiligen Bilder".
aus:  Zenit

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O mein Gott


19.3. Fest des heiligen Joseph

Heute ist aber auch der 290. Todestag von
Papst Clemens XI. (23.7.1649 – 19.3.1721)
 Ein von ihm überliefertes Gebet:

O mein Gott -
Ich glaube an dich; lass mich fester glauben.
Ich hoffe auf dich; lass mich sicherer hoffen.
Ich liebe dich. lass mich inniger lieben.

Ich bereue meine Sünden; lass mich tiefer bereuen.
Du bist mein Schöpfer; ich bete dich an.
Du bist mein Ziel; ich verlange nach dir.
Du bist mein Wohltäter; ich danke dir.
Du bist mein Beschützer; ich rufe dich an.

O Gott, lenke mich durch deine Weisheit.
Zügle mich durch deine Gerechtigkeit.
Tröste mich durch deine Barmherzigkeit.
Schütze mich durch deine Macht.

Herr, dir weihe ich meine Gedanken und Wünsche,
meine Worte und Werke, meine Mühen und Leiden.
Lass mich denken an dich, verlangen nach dir,
sprechen von dir, handeln in dir,
arbeiten und leiden für dich.

Gib mir, du guter Gott, Liebe zum Nächsten
und Härte gegen mich selbst.
Die Genusssucht hilf mir überwinden durch Zucht, 
die Eitelkeit durch Demut, den Geiz durch Freigebigkeit, 
den Zorn durch Sanftmut, die Lauheit durch Eifer.

Lass mich erkennen, wie vergänglich das Irdische ist, wie entscheidend
das Himmlische, wie kurz die Zeit, wie lang die Ewigkeit. 
Gib, dass ich meinen Tod vor Augen halte, 
mit Ernst an dein Gericht denke, 
der Verwerfung entgehe und den Himmel erlange. Amen.

Clemens XI. wurde auf eigenen Wunsch im Fußboden des Chores von St. Peter bestattet. Im Jahr 1700 gründete Clemens XI. eine Kommission zur Überprüfung des Gregorianischen Kalenders. Anlässlich wissenschaftlicher Untersuchungen wurde deshalb in den Fußboden der Basilika Santa Maria degli Angeli ein Meridian eingearbeitet.

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Samstag nach dem 1. Fastensonntag

Quatember-Samstag

Tagesgebet
Herr, sei gnädig deinem Volke; 
du machst es dir ergeben, 
so stärke es auch voll Erbarmen 
durch deinen gütigen Beistand:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sankt Peter im Vatikan
Statio ad S. Petrum
Erzpriester ist Angelo Cardinal Comastri, 2006 

Petrusgrab unter dem Altar des Petersdomes

Grabstätte des Seligen Papst Johannes XXIII:

Grabmahl Papst Johannes-Paul II.

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Freitag, 18. März 2011

Freitag um die Neunte Stunde

Sittard, Niederlande
Basilika Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Herzen
Kreuzweg: 2. Station
 Jesus nimmt sein Kreuz auf sich


Oh Jesus, Du nimmst Dein Kreuz in Empfang
und lässt es Dir auf Deine Schultern laden
unter den Augen des Fernsehens.
Alle schauen zu,
wie Du Dich abschleppst,
Dich mühst und schließlich doch zusammenbrichst.
Alle blicken auf Dich! -
Du wirst noch viel Leiden, Herr,
bis Du oben bist, auf Golgotha.
Blut wollen sie sehen, 
sie wollen sehen, wie Du nicht mehr kannst - 
doch schreien sie Dich immer weiter hinauf:
ans Kreuz mit ihm!
Herr Jesus, ich will nicht zu denen gehören
die immerzu das Leid anschauen, 
es einsaugen und sich daran ergötzen.
Ich will nicht Zuschauer sein. 
Jesus, ich will mit Dir gehen!
Nimm mich an Deine Hand! Amen.

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Freitag nach dem 1.Fastensonntag

Quatember-Freitag

Tagesgebet
Herr, sei gnädig deinem Volke; 
du machst es dir ergeben, 
so stärke es auch voll Erbarmen 
durch deinen gütigen Beistand:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Santi Apostoli (Zu den Heiligen zwölf Aposteln)
Statio ad Ss. duodecim Apostolos
Titularkirche von Angelo Cardinal  Scola, 2003

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Donnerstag, 17. März 2011

Fremdbild - Selbstbild

Du aber warst es, mein Freund, mein Vertrauter. (aus Ps. 55, 14)

Donnerstag nach dem 1. Fastensonntag

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr,
schaue gütig auf den frommen Eifer deines Volkes, 
auf dass alle, die sich durch Enthaltung leiblich abtöten, 
durch die Frucht dieses guten Werkes geistig erstarken:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche San Laurentio in Panaperna
Statio ad S. Laurentium in Paneperna
Titelkirche von Michael Cardinal Kitbunchu, 1983

Der heilige Laurentius war einer der sieben Diakone in Rom und wurde in 258 Märtyrer, vier Tage nach Sixtus II. (257-258) während der Verfolgung des Valerianus (253-260).

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Mittwoch, 16. März 2011

Mittwoch nach dem 1.Fastensonntag

Quatember-Mittwoch in der Fastenzeit
Am heutigen Mittwoch wurden die Weihekandidaten in Rom dem Bischof,
dem Volk und der Gottesmutter (Statio) vorgestellt.

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr,
erhöre gnädig unser Flehen und lass deine Majestät
ihre Rechte ausstrecken gegen alles, was uns feindlich ist:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Santa Maria Maggiore
Statio ad S. Mariam majorem
Erzpriester Bernard Francis Cardinal Law,seit 2004
Die heutige Kirche wurde unter Papst Sixtus III. errichtet, nachdem 431 das Konzil von Ephesos Maria, die Mutter Jesu, als Gottesgebärerin verkündet hatte. Dies führte zu einem Aufblühen des Marienkultes. 
Der Bau wurde von 432 bis 440 errichtet und ist bis heute im Wesentlichen erhalten. Es handelt sich um eine flachgedeckte, dreischiffige Säulenbasilika, die mit zahlreichen Anbauten versehen ist. Das Querschiff wurde im 13. Jahrhundert errichtet, wie auch die heutige Apsis der Kirche.
In den Jahren 1584-1590 wurde die vom Sixtus V. gestiftete und vom Domenico Fontana entworfene Cappella Sistina an das Querschiff angefügt. Im Jahr 1613 folgte die Cappella Paolina des Architekten Flaminio Ponzio, die vom Papst Paul V. gestiftet wurde. Beide lassen das Querschiff deutlicher erscheinen. Von außen lässt sich dies jedoch nicht erkennen, da die Kirche durch ihre anderen Anbauten wie das Baptisterium (1605), die Cappella Sforza (1564-73) und die Cappella Cesi (um 1550) wie ein einheitlicher Block erscheint. 

Erwähnenswert ist bereits der Platz vor der Kirche, hier steht eine monumentale, 14,3 m hohe Mariensäule. Diese stammt aus der Maxentiusbasilika am Forum Romanum und ist die einzige noch erhaltene der einst 8 Cipollinosäulen; sie wurde 1613 auf Geheiß Pauls V. hierher verbracht. Die darauf befindliche Marienstatue stammt von Guillaume Berthélot. Zusammen mit Sockel und Statue erreicht die Mariensäule eine Höhe von 42 m.

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Dienstag, 15. März 2011

Sainte-Marie de la Garde

Die Gemeinschaft der Benediktinermönche der Abtei Sainte-Madeleine Le Barroux sandte im Jahr 2002, einige ihrer Mitglieder aus, um ein neues Kloster zu errichten. Es entstand das abhängige Priorat Sainte-Marie de la Garde. Die Mönche dort benötigen Hilfe zum Weiterbau ihres Klosters, damit es ein wirkliches geistliches Zentrum werde. Deswegen haben sie ein kurzes Video erstellt, das heute veröffentlicht wurde. Es zeigt den heutigen Stand und gibt Einblick in die Vorhaben der Benediktiner. Mit dem Video wollen die Mönche auf ihre Situation aufmerksammachen und bitten um geistliche und materielle Hilfe.

Das Video ist in französischer Sprache. Aber mit offenen Augen kann man recht viel verstehen, ohne die Sprache zu beherrschen.



HIER kann man spenden
Hier gibt es weitere Informationen

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Dienstag nach dem 1. Fastensonntag

Tagesgebet
Blick auf deine Familie, o Herr, und gib, 
dass unser Geist, der sich durch Abtötung des Fleisches in Zucht nimmt, 
vor deinem Antlitz in Sehnsucht nach dir erglühe:
 durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sant´ Anastasia
Statio ad S. Anastasiam
Titelkirche von Godfried  Cardinal Danneels, 1983
Vormals auch von Kardinal Faulhaber.

Die schlichte Fassade wurde von 1634 oder 1636 bis 1640/1644 von einem Schüler Gian Lorenzo Berninis, Luigi Arrigucci, errichtet. Sie soll 1634 zerstört und bis 1640 wieder erneuert worden sein. Das breite untere Geschoss ist nur durch ein Programm abgestufter Pilaster mit einfachen Kapitellen gegliedert, dem jeweils zu beiden Seiten – auch ungewöhnlich in Rom – Glockentürmchen zur Seite gestellt sind. Oberhalb des Architravs und des umlaufenden Gesimses wiederholt sich die einfache Gliederung des Untergeschosses, lediglich die Kapitelle der Pilaster tragen etwas mehr Verzierung in Form von Kompositkapitellen. Im Giebel ist ein päpstliches Wappenschild eingefügt.

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Montag, 14. März 2011

Montag nach dem 1. Fastensonntag

Tagesgebet
Gott, unser Heiland, 
wende dich uns zu und unterweise unseren Geist in himmlischen Lehren, 
damit uns das vierzigtägige Fasten nütze:
 durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche San Pietro in Vincoli
Statio ad S. Petrum ad Vincula
Titularkirche von Donald Cardinal Wuerl, 2010
Einstmals die Titelkirche des Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus).

Namensgebend für die Kirche sind die Ketten (vincoli), die in einem Glasbehälter unter dem Altar aufbewahrt werden. Sie werden von den Pilgern als diejenigen verehrt, mit denen Petrus in Jerusalem bis zu seiner wunderbaren Befreiung gefesselt war (Apg 12,6.7).

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Sonntag, 13. März 2011

Erster Fastensonntag

INVOCABIT:   Er ruft mich an, und ich erhöre ihn,
ich rette ihn und bringe ihn zu Ehren;
 ich will ihn sättigen mit langem Leben.
Wer unterm Schutz des Allerhöchsten wohnt,
der weilet in des Himmelsgottes Schatten.


Tagesgebet
O Gott, du läuterst deine Kirche alljährlich durch vierzigtägiges Fasten;
gewähre deiner Familie, in guten Werken zu betätigen,
was sie durch Entsagung von dir zu erlangen strebt:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sanct Johannes im Lateran
Statio ad S. Joannem in Laterano
 Die Lateranbasilika ist die Titelkirche der Päpste
Erzpriester der Lateranbasilika ist Agostini Cardinal Vallini, 2008

Am 28. Juli 1993 wurden der Seiteneingang und Teile der Palastfront durch ein Bombenattentat – eine Autobombe explodierte – schwer beschädigt. Obwohl sogar die Statik der Fassade gefährdet war, konnten die Schäden zügig wieder behoben werden. Dies wurde als Warnung an den Papst verstanden, der kurz zuvor in Sizilien mit nie dagewesener Leidenschaft gegen die Mafia gepredigt hatte. Seitdem darf auf dem Platz kein Fahrzeug mehr abgestellt werden.

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Samstag, 12. März 2011

Samstag nach Aschermittwoch

Tagesgebet
O Herr, sei unserem Flehen hilfreich nahe und gib, 
dass wir dieses feierliche Fasten, 
das zur Gesundung von Seele und Leib heilsam eingesetzt ist, 
in treu ergebenen Dienste begehen:
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Sant´Agostino
Sant´Agostino ist seit 1587 im Rang einer Stationskirche,
davor war es St. Trypho.
Statio ad S. Tryphonem
Titelkirche von Jean-Pierre Cardinal Ricard, 2006
Der Hochaltar wurde in den Jahren 1626 bis 1628 von
Gian Lorenzo Bernini erschaffen.

Die dreischiffige Kirche ist auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes errichtet. Das Mittelschiff wird von polychromen Marmorpilastern getragen. Dem Bau sind rechts und links je fünf Kapellen angeschlossen. Die Kirche birgt zahlreiche Kunstwerke von höchstem Rang.

In der ersten Kapelle rechts, der Cavaletti-Kapelle, 
hängt das Bild "Madonna dei Pellegrini", 
das Caravaggio um das Jahr 1605 schuf.

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Freitag, 11. März 2011

Freitag zur Neunten Stunde

Im Kreuzgang, 
im Schalter,
in der Nische: 
ein einfaches Kreuz 
(von der Stange), 
davor
eine brennende Kerze:
 gelitten, gekreuzigt und gestorben...

Hinabgestiegen in das Reich des Todes. 
(©hjb,reichenstein06)
     

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Freitag nach Aschermittwoch

Tagesgebet
Wir bitten dich, o Herr, 
begleite die begonnenen Fasten mit gnädiger Huld, 
damit wir die Entsagung, die wir dem Leibe nach beobachten, 
auch mit einer lauteren Gesinnung üben: 
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herscht in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen..

Stationskirche Santi Giovanni e Paolo
Statio ad Joannem et Paulum
Titelkirche von Edward Michael Cardinal Egan, 2004
Kardinalpriester dieser Kirche waren u. a.
EugenioCardinal Pacelli von 1929 - 1939 (Papst Pius XII.)
und Francis Cardinal Spellman 1946 - 1967.

Für die Errichtung der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Vorhalle wurden acht antike Säulen verwendet, sechs davon tragen ionische Kapitelle, die jeweils ganz links und rechts stehenden Kapitelle korinthischer Ordnung. Die beiden seitlich des Portals lagernden Löwenfiguren stammen aus der Romanik. Die seitliche Hochwand des Mittelschiffs lässt noch die ursprüngliche romanische Fensteranordnung, nämlich einer Serie von Rundbogenfenstern erkennen, über denen Rundfenster in die Wandfläche eingefügt waren. Die neue Fensteranordnung wurde durch die barocken Umbaumaßnahmen nötig. Den Giebel bildet die Stirnwand des Mittelschiffs, vier Säulen tragen fünf Bögen gleicher Höhe, zur stärkeren Akzentuierung ist der mittlere Bogen breiter als die anderen gestaltet. Die für Rom einmalige Zwerggalerie an der Außenseite der Apsis besteht aus kleinen quergestellten Tonnengewölben, den Abschluss zum Dach bildet ein Würfelfries. Die Galerie ist vom gegenüberliegenden Palatin aus besonders gut zu sehen.

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