Sonntag, 15. April 2012

Er ist es!


Da lief sie und kam zu Simon Petrus, und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb hatte, und sprach zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grabe genommen, und wir wissen nicht wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und kamen zum Grabe. Beide liefen aber zugleich, und der andere Jünger lief noch schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grabe und er neigte sich hinein, und sah die Leintücher da liegen, jedoch ging er nicht hinein.

(Johannes 20, 2-5)

Das wahre Antlitz Christi, Volto Santo Manoppello
Foto ©PRIVAT

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Sonntag, 15. Januar 2012

Salve Sancte Facies

Der Sonntag, der Herrentag, der Tag des Herrn.
Der Tag, an dem der katholische Christ
das Sakrament empfängt
und aufschaut zum Herrn.
Auf-schauen,
weg von sich selbst – hin zum Herrn.
Hinauf zu Seinem Antlitz.
Zwar sagt der Psalmist:

„Dein Angesicht, Herr, will ich suchen“,

aber wir 

sehen  es,

wir sehen Ihn bereits.

Wir erkennen Ihn nicht nur am „Brotbrechen“,
nicht nur im Sakrament.
Er ist da!

Es ist Sonntag.
Nehmt euch Zeit,
schaut auf zum Herrn, es ist wahrhaftig
Jesus, der Christus.

"Der liebende Blick des Herrn", Manoppello, Foto ©PRIVAT


Hymnus auf das Heilige Gesicht
(nach Papst Innozenz III., aus dem Lateinischen
von Paul Badde)

Sei gegrüßt, heiliges Gesicht
unseres Retters.
Gottes Glanz scheint auf in Dir:
in schneeweiß helles Tuch versenkt
und der Veronika geschenkt
als Zeichen Deiner Liebe.

Sei gegrüßt, Zierde der Zeiten,
Spiegel des heiligen,
Sehnsucht der Engel.
Mach uns von jedem Makel rein
und führe uns vor Dich hinein
in den Chor der Seligen.

Sei gegrüßt unser Ruhm
in der Mühsal dieses Lebens:
schwach, gebrechlich, schnell dahin.
Führe uns der Heimat zu,
barmherziges Bild, o süßes Du
zur Ansicht Deines Angesichts,
in dem nur noch Christus ist.

Sei gegrüßt, schöner Schleier.
Edles Spiel zu unserem Trost.
Lebendige Erinnerung
an den, der uns zur wahren Freude
und einem guten Ende
ein sterbliches Körperchen annahm.


(Vatican Magazin 1,2012)

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Sonntag, 25. Dezember 2011

Das wahre Bild - Volto Santo

Weihnachten

Paul Badde zum Volto Santo von Manoppello

Keiner muss deshalb fordern, dass diese Ikone zum Polarstern der Evangelisierung erhoben werden soll. Das ist und wird sie sowieso, auch ohne jede Werbe-Kampagne. Seit dem Besuch Benedikt XVI. hat eine wahre Völkerwanderung zum wahren Bild auf dem Tarigni-Hügel hinter Manoppello begonnen, wie zu einem neuen Berg Tabor, aus allen Teilen der Erde, die nicht mehr enden wird. Der Papst, der nicht müde wird, das "menschliche Gesicht Gottes" zu preisen, hat sie mit seiner Pilgerreise angeführt. 

Foto ©PRIVAT

"In dieser Zeit werden wir unseren Blick auf Jesus Christus richten," sagte er jetzt am 11. Oktober in seiner Ankündigung von einem kommenden "Jahr des Glaubens". Die Neu-Evangelisierung ehemals christianisierter Nationen, von der Kardinal Koch vor Wochen sagte, dass sie nur ökumenisch vorstellbar sei, kommt hier schon längst in einer ökumenischen Prozession ans Ziel, aus allen Teilen der vielfach gespaltenen Christenheit. Im Jahr 2027, zum 500. Jahrestag der Entführung und Rettung des Schleiers aus dem Vatikan, wird Manoppello nicht wieder zu erkennen sein. –

"Der sieht ja aus wie ein Schaf!" sagte meine Frau erschrocken, als wir zum ersten Mal vor dem wahren Bild Christi standen. Inzwischen erkennen viele tausende, mich eingeschlossen, in diesem Gesicht den schönsten unter allen Menschen. Dennoch hatte meine Frau natürlich recht. Seht, das Lamm Gottes! 

aus: Vatican-Magazin, November 2011 

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Sonntag, 18. Dezember 2011

Das wahre Bild - Volto Santo

4. Advent

Paul Badde zum Volto Santo von Manoppello: 

Es geht zu weit, alle Namen aufzuzählen und zu erklären, die es zuvor schon hatte: Mandylion, Abgar-Bild, Camuliana-Schleier, Sanctum Sudarium, Heiliges Gesicht, Muschelseidentuch, Veronika - doch kein Name hat sein Wesen so erfasst wie der Begriff "wahres Bild". 

Wahrheit ist der archimedische Punkt seines Wesens. Deshalb dürfen wir uns das Bild in diesem hauchdünnen transparenten Gewebe am besten als ein Stück materieller Wahrheit vorstellen. So etwas kann es nicht geben, wie jeder weiß, weil wir uns Wahrheit gewöhnlich als einen streng philosophischen Begriff vorstellen. Dennoch, hier haben wir dieses Paradox vor uns. "Die Wahrheit ist Person, heißt es bei Nicoläs Gomez Davila. So ist es. Hier ist er. 

Foto ©PRIVAT

Jesus selbst hingegen schweigt, als Pilatus ihm die Frage stellt: "Was ist Wahrheit". Auf diese Weise schweigt auch das wahre Bild. Es schaut uns nur an. 

Vielleicht wird es die Generation Facebook und die nächste und übernächste Generation der Christenheit als ein quasi kosmisches Speicherchip des barmherzigen Gottes entdecken und erkennen, mit zahllosen Gigabytes ungelesener Informationen, die sie dann zu entziffern beginnen. Denn es ist ja ausgerechnet an der Schwelle des digitalen Zeitalters in die Geschichte und zu uns zurückgekommen. 

In einer gewaltigen Rückkehr der Bilder und Hieroglyphen zu den Pforten unserer Wahrnehmung erinnert es uns heute wie kein anderes Dokument an dies: Wir haben ein Bild Gottes! Das Fleisch gewordene Wort.

aus: Vatican-Magazin, November 2011 

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Sonntag, 11. Dezember 2011

Das wahre Bild - Volto Santo

3. Advent

Paul Badde zum Volto Santo von Manoppello: 

Es ist die Bildmutter aller ChristusIkonen. Es ist unerklärlich. Kein Wunder, dass Staunen wie ungläubige Skepsis dieses Bild schon immer begleitet haben, von Dante bis zu Martin Luther. 

Denn es ist nicht nur ein Bild. Es ändert sich in jedem Licht. Es ist ein Lichtbild. Doch es gibt kein objektives Foto von ihm. Fast alle Fotografien dieses Christus-Porträts täuschen eine Eindeutigkeit und Eindimensionalität vor, die es nicht hat.

Foto ©PRIVAT

Es birgt in sich tausende von Bildern, die alle verschieden sind - bis auf die Barmherzigkeit, die immer aus diesen Augen spricht: "Willst Du mein Freund sein?" Es ist das Facebook des Himmels.

aus: Vatican-Magazin, November 2011 

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Sonntag, 4. Dezember 2011

Das wahre Bild - Volto Santo

2. Advent

Paul Badde zum Volto Santo von Manoppello: 

Ungläubiges Staunen begleitete deshalb auch die Wiederentdeckung. Denn der Fund war ja kein christliches Troja. Es ist keine ausgegrabene Ruine. Es ist ein lebendiges Bild, so leuchtend und sprechend wie am ersten Tag, doch eigentlich noch leuchtender, so offen, mit so viel Licht wie noch nie zuvor. Unglaublich leicht zugänglich, an jedem Tag des Jahres, kostenlos. 

Foto ©PRIVAT

Am beglückendsten ist aber heute einfach, dass das legendäre "wahre Bild" der Kirche keine Legende war, wie selbst ein so herausragender Gelehrter wie Hans Belting überzeugt ist. Für ihn kann es nie existiert haben. Hätten sich Exemplare der legendären Gattung erhalten, schrieb er 2005 in seinem Buch "Das echte Bild", würden sie rasch "als Fälschungen entlarvt". 

Hier hat sich das echte Bild aber erhalten; und trotz mannigfaltiger Versuche hat noch keiner es als Fälschung "entlarven" können. Hier haben wir es vor uns.

aus: Vatican-Magazin, November 2011 

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Sonntag, 27. November 2011

Das wahre Bild - Volto Santo

1. Advent

Paul Badde zum Volto Santo von Manoppello:

Am wunderbarsten an der Herkunft und Geschichte des wahren Bildes ist aber für uns, dass es im Jahr 1527 im "sacco di Rorna" verschwand, Jahrhunderte verschollen blieb, doch glücklicherweise nicht verloren ging - und dann fast, doch nicht ganz so leise wieder in die Geschichte zurück kehrte, wie es einmal verschwunden war, als Benedikt XVI. am l. September 2006 als erster Papst nach 479 Jahren auf einem Hügel hinter Manoppello, an der Adria, wieder sein Knie vor dem ehemals kostbarsten Schatz der Päpste beugte. 

Foto ©PRIVAT

Es war die erste Pilgerreise seines Pontifikats in Italien, für die er sich selbst entschieden hatte. Keiner war auf die Wiederentdeckung vorbereitet. Im Gegensatz zum Grabtuch von Turin, das 1898, zum Zeitpunkt seiner ersten Fotografien, schon eine Jahrhunderte alte Verehrung im Westen hinter sich hatte, war das wahre Bild bei uns Jahrhunderte lang in Vergessenheit geraten. Keiner hatte mehr mit ihm gerechnet. Keiner hatte es erwartet. Kein Forscher hatte es mehr auf dem Radar - bis auf ein paar Hirten und Bauern und Fischer der Abruzzen, unter denen es sich als ein lokales Heiligtum verborgen hatte. 

aus: Vatican-Magazin, November 2011

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Freitag, 20. Mai 2011

Paul Badde im Interview

Es ist mir eine große Freude auch an dieser Stelle dieses Video von gloria.tv bzw. von ktv einzustellen, obgleich Bild- und Tonqualität nicht zum Besten sind. Paul Badde ist ein großartiger Mensch und das noch als Journalist. Ich habe große Achtung vor ihm und bin ihm für Vieles sehr dankbar.


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Dienstag, 10. Mai 2011

Volto Santo in Manoppello

Ich freue mich sehr, hier Sr. Blandina wieder zu sehen!


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Samstag, 19. März 2011

Heilige Tücher!?

Mit diesem faszinierenden Thema wurde gestern in Würzburg der Kongress
"Treffpunkt Weltkirche" eröffnet.
Licht lässt das Volto Santo immer mit einem anderen Blick anssehen:   Foto: Paul Badde
Paul Badde, Vatikan- und Rom-Korrespondent der Tageszeitung „Die Welt" hat beim ersten Anschaun des Grabtuches eine ungeheuere Präsenz gespürt. Mit P. Pfeiffer SJ habe er diese überwältigende Erfahrung einer unnachahmlichen Gegenwart geteilt. "Der Glaube kommt vom Hören oder Lesen, aber so wie die Ikonenmaler der orthodoxen Kirche auch Ikonenschreiber genannt werden, können wir in diesem Bild auch die Gegenwart Gottes lesen", so Badde, der Autor des Buches „Das Grabtuch von Turin oder: Das Geheimnis der heiligen Bilder".
aus:  Zenit

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Montag, 17. Januar 2011

Volto Santo, Manoppello

"Ihr aber, für wen haltet ihr mich?"

Foto: Paul Badde

Die Fakten liegen auf dem Tisch. 
Man muss sie nur zur Kenntnis nehmen. 
(Sr. Blandina OCSO)

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