Samstag, 24. September 2011

Über die Reinigung des Geistes, 110

Zur Genüge

Nachdem es ihnen darum das Brot der Tränen im Vollmaß zur Genüge zu essen gab, segnet es sie mit dem Licht der Zerknirschung und öffnet ihren Geist für das Verständnis der Tiefe der göttlichen Schriften und dadurch zur Betrachtung der Naturen und Wesenszüge der seienden Dinge. Und sogleich zieht es sich von ihnen zurück, damit sie sich aufmachen und es lernen, noch eifriger zu erfahren zu trachten, worin die Erkenntnis der seienden Dinge und die daraus folgende Erhebung besteht.

Jene, welche eifrig gesucht haben, gelangen zum erhabeneren Dienst am Wort empor und künden allen die Auferstehung des Wortes, welche sich aus praktischem Tugendleben und Beschauung ergab.

(Philokalie, Bd. 4,  Niketas Stethatos über die Reinigung des Geistes)

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