Donnerstag, 10. Mai 2012

Theophan der Einsiedler, 14


(aus Brief 47 über eine Gebetsregel, 2)

Nichtsdestotrotz sollten wir nicht zu viele Gebete sammeln. Einige wenige Gebete, richtig gelesen, sind besser als viele Gebete durch die man gerast ist. Und, natürlich ist es schwer, nicht zu hetzen, wenn wir in unserem Eifer zum Beten mehr Gebete gesammelt haben als wir verarbeiten können.

Für Dich ist es recht angemessen die Morgen- und Abendgebete fertig zu machen wie sie im Gebetbuch gefunden werden. Bemühe Dich immer, sie mit so viel Aufmerksamkeit und Gefühl zu vollenden wie es möglich ist. Um dies erfolgreich zu machen, gib Dir in Deiner Freizeit die Mühe und lies sie mit besonderer Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Gefühl, so dass, wenn Du im Gebet bist, Du mit den heiligen Gedanken und Gefühlen vertraut sein wirst, die in ihnen enthalten sind.

Beten heißt nicht, eine bestimmte Anzahl von Gebetsworten zu wiederholen; Beten heißt, den Inhalt der Gebete in uns selbst zu reproduzieren, so dass sie herausfließen als kämen sie von unserem eigenen Geist und Herz.

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